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Sizilianische Küche

Le Sarde a Beccafico - Gefüllte Sardinen palermitaner Art

Ein typisch sizilianisches Fischgericht, das übersetzt "Sardinen nach Grasmückenart" heißt. Der Name spielt darauf an, dass die gefüllten Sardinen aussehen wie diese rundlichen Vögel. Sie heissen auf Sizilien "Feigenpicker" (beccare = picken, fico = Feige) und standen früher häufig auf der Speisekarte des sizilianischen Adels. Für die ärmere Bevölkerung blieb nur die Nachahmung mit dem leichter verfügbaren Fisch und ihre Kreativität hat dieses leckere Gericht hervorgebracht.

Die Basis der Füllung der Sardinen ist "pangrattato", aus getrocknetem Weißbrot gemachte Semmelbrösel. In jeder sizilianische Küche hängt ein Stoffbeutel, in dem das aus trockenem Brot selbstgeriebene Paniermehl aufbewahrt wird. Der Clou am Rezept ist der süß-saure Guß, diese Geschmacksrichtung nennt man "agrodolce" und sie unterstreicht den Eigengeschmack des Fisches ohne ihn zu erdrücken.

Übrigens: "Agrodolce" heißt auch eine italienische Seifenoper, deren Drehort sich auf Sizilien im malerischen Borgo die Santa Nicolicchia in Santa Flavia befindet.

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Zutaten für 6 Personen

Füllung:

Guß:

Ausserdem:

Backofen auf 200 Grad vorheizen.

Zubereitung

Gefüllte Sardinen palermitaner Art

Für die Füllung alle Zutaten verrühren, so dass eine streichfähige Masse entsteht. Ist sie zu fest, noch Olivenöl zugeben, ist sie zu flüssig, noch pangrattato zufügen.

Kräftig mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die Sardinen salzen, die Masse drauf streichen, die Sardinen aufrollen und in eine mit Olivenöl bestrichene Auflaufform setzen. Zwischen je 2 Sardinen ein Lorbeerblatt stecken, die Zitronenscheiben darauf verteilen.

Für den Guß Olivenöl mit dem Zitronensaft verrühren und mit Zucker süß-sauer abschmecken (nicht zu wenig Zucker nehmen). Über die Sardinen gießen und das ganze in dem auf 200 Grad vorgeheizten Ofen für ca. 15-20 Minuten garen.

Dazu paßt: Frisches Weißbrot und ein grüner Salat.

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